Valletta – Festungen, alte Gemäuer, Geschichte und Sonnenschein

Ich liebe das Gefühl, wenn ich am ersten Morgen einer Reise aufwache und langsam realisiere, dass ich nicht zu Hause, sondern an einem neuen Ort bin. In der Regel hüpfe ich vor Aufregung regelrecht aus dem Bett und schaue aus dem Fenster. Genau so war es in Valletta und was ich sah, war wunderschön. Von unserem Balkon aus hatten wir einen traumhaften Blick über die Dächer Vallettas. Die Kupel der Kathedrale (Church of Our Lady of Victory) wurde von der aufgehenden Sonne sanft in Licht gehüllt und in der Ferne glitzerte das Meer. Besser hätte der erste Tag unseres Kurzurlaubs nicht starten können. Wir waren Mitte Januar in Valletta und genossen bei Sonnenschein einen Hauch von Sommerurlaub. Auch wenn wir nur über das Wochenende dort waren, reichte die Zeit, um Energie aufzutanken und nebenbei noch viel über die Geschichte Vallettas zu lernen.

Nach dem Frühstück ging unser Stadtbummel los. Um einen ersten Überblick zu bekommen, haben wir uns den Film “Valletta Living History” angeschaut, der die Geschichte Vallettas auf eine einfache Art und Weise erklärt. Der Film hat noch mehr Lust darauf gemacht, die geschichtsreiche Stadt zu erkunden. Man sieht Valletta mit anderen Augen, wenn man die Hintergründe der Stadt kennt.

Wir sind Richtung Meer gelaufen und haben unseren Spaziergang entlang der Festungsmauer fortgesetzt: Lower Fort St. Elmo, Fort St. Elmo, Lower Barrakka Garden und weiter zu Barrakka Garden. Ganz Valletta ist umgeben von Festungen, was das Stadtbild einzigartig macht. Große Steintore trennen das Innere von Valletta von der Außenwelt ab. Man kann sich richtig vorstellen, wie die Menschen vor hunderten von Jahren diese riesigen Mauern erbaut haben, um sich vor Übergriffen zu schützen. Dazu kommen noch die alten Gemäuer der Häuser, die der Stadt einen besonderen Charakter verleihen. Die Häuser haben allesamt kleine Balkone, viele sind grün und an einigen der Straßenecken sieht man noch Dekorationen aus dem 16. Jahrhundert. Valletta ist ziemlich hügelig, es geht steil rauf und runter. Zwar können die vielen Treppen manchmal anstrengend sein, aber man wird stets mit einem tollen Ausblick belohnt. So erblickt man am anderen Ende der Straße Teile der Festungen, Kirchen oder das Meer. Es lohnt sich, immer wieder mal nach rechts uns links zu schauen – es gibt allzu oft etwas zu entdecken.

Man kann von Valletta aus auch andere Halbinseln besuchen oder eine Hafentour machen. Wir haben uns dazu entschieden, mit dem Schiff nach Vittoriosa zu fahren und uns dort Fort St. Angelo näher anzuschauen. Hier wurden verschiedene Filme und Serien gedreht, z.B. auch Games of Thrones.

Es gibt viel zu sehen und zu erleben in Valletta und Januar eignet sich hervorragend, um mit etwas Glück einen kleinen Sommerurlaub mitten im Winter zu verbringen. Es gibt kaum etwas Schöneres, als bei wärmenden Sonnenschein einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Und hierfür eignet sich Valletta ganz wunderbar!

Hier ein paar Eindrücke von Valletta:
Blick aus Hotelzimmer
Die Treppen Vallettas
Die Architektur der Stadt
Fort Ricasoli
2. Weltkrieg Denkmal
Vittorriosa samt Fort St. Angelo
Nationales Symbol Maltas
Kleine trad. Boote vs. größere Boote
Aufzug
Die Kathedrale am Ende der Straße
Valletta Waterfront – Cocktails und schöner Ausblick
Lower Barrakka Garden
Hier ein paar Tipps:
  • Wir haben zwei Nächte im Hotel La Falconeria verbracht. Es ist zentral und trotzdem ruhig gelegen. Vom Zimmer 601 hat man einen wunderschönen Blick über Valletta und kan bei einer Tasse Tee auf dem Balkon das Lichterspiel des Sonnenaufgangs bestaunen. Im Hotel gibt es auch einen kleinen Pool, der grottenartig angebaut ist.
  • Vom Hotel aus gesehen links (in der Melita Street) hat man einen super Blick auf die Kathedrale.
  • Valletta Living History, St. Lucia Street: 35 minütiger Film, der die Geschichte Vallettas erklärt, Kosten liegen bei 7€, es sind verschiedene Sprachen verfügbar, Vorstellungen von 10.15:15h alle 45min. Wir waren direkt um 10 Uhr und hatten den Kinosaal für uns alleine.
  • Die Gartenanlage beim Lower Barrakka Garden samt dem Alexander Ball Denkmal eignet sich hervorragend für eine kleine Pause.
  • Vom Upper Barrakka Garden kommt man mit dem Aufzug oder über die Treppen runter zum Hafen. Der Aufzug ist nach unten umsonst, nach oben kostet er 1€.
  • Wenn man aus dem Aufzug rauskommt, geht es direkt auf der gegenüberliegenden Seite zu den kleinen Booten. Zu den größeren Booten kommt man, wenn einfach ein paar Schritte weiter am Hafen nach links geht. Die Fahrt mit den kleinen trad. Booten kostet zu den Häfen je 2€ oder als Rundfahrt 8€. Die Fahrt mit den größeren Booten kosten hin-und zurück 2,80€. In noch nicht mal 10 Minuten ist man mit den größeren Booten schon in Vittoriosa.
  • Der Besuch von Fort St. Angelo ist interessant. Als wir da waren, war unglaublich wenig los, teilweise waren wir alleine. Der Eintritt kostet 8€.
  • Bevor man mit dem Boot wieder zurück fährt, lohnt es sich, noch etwas durch Vittoriosa zu spazieren und am Marktplatz in der Sonne etwas zu trinken. Wir haben insg. rund 2,5 entspannte Stunden in Vittoriosa verbracht.
  • Zum Sonnenuntergang lohnt es, in Richtung Hastings Garden aufzubrechen. Zum einen ist der Ausblick von hier sehr schön. Zum anderen lässt  sich das schöne Licht bei Sonnenuntergang aber auch toll auf dem nahegelegenen Parkplatz (beim Restaurant Giannini) bestaunen. Man hat einen tollen Blick auf das Meer und die Dächer Vallettas, insb. auf die Kathedrale.
  • Eine Kutschfahrt ist eine schöne Art, Valletta zu erkunden. Der offizielle Preis liegt bei 35€ pro Kutsche, wir wurden für 30€ gefahren. Die Fahrt hat rund 20-30 Minuten gedauert, es gibt verschiedene Routen.
  • Valletta Waterfront ist eine Flaniermeile, auf der man wunderbar am Hafen einen Cocktail schlürfen oder eine Kleinigkeit essen kann. Im Crave Eats & Beats gibt es dazu noch coole Sounds, die Urlaubsfeeling entstehen lassen.
  • Restaurants machen abends oftmals erst um 19 Uhr auf. In vielen ist die Speisekarte zudem recht fleischlastig. Wer eine Alternative sucht, wird im “Nenu the artisan bakery” fündig. Hier gibt es bereits ab 18 Uhr traditionelle Fitra, eine besondere Art Pizza, die hier frisch gebacken wird. Preise liegen zwischen 10-13€. Auch probieren sollte man den Maltesischen Kaffee, der eine besondere Gewürznote hat. Ohne Reservierung am besten direkt um 18:00 Uhr kommen.
  • Für einen kleinen Kaffeestop oder Snack bietet sich auch das “67 Kapital” in der Old Bakery Street 67 an. Es ist gemütlich eingerichtet und hier gibt es “Maltese Pastizzi”, ein hausgemachtes warmes Stückchen mit Ricotta und Apfel Chutney.

Hinweis: Dieser Post enthält unbezahlte Werbung. Von den erwähnten Unternehmen, Hotels, Fluggesellschaften, Restaurants etc. wurden mir keinerlei Leistungen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

One Comment Add yours

  1. Dalibro says:

    Was für eine tolle Winterreise!!! <3 <3 <3

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