1 Tag in Paris – schön, aufregend und etwas nostalgisch

Hier dreht sich heute alles um Paris und um meine 10 Lieblingsorte in dieser Stadt: Café des deux moulins, Ausblick von der Sacré Coeur aus, Rue de Steinkerque, Opéra, Bistro Arthur, Louvre, Eiffelturm, Jardin du Luxembourg, Seine Ufer und Notre Dame.

Aber was hat es eigentlich mit Paris und meinem Ausflug auf sich?

Ich habe vor einigen Jahren für rund 8 Monate in Paris gewohnt. Ganz ehrlich…ich fand es damals nicht so toll, wie man vielleicht denken könnte. Ich meine, Paris, die Stadt der Liebe, des guten Essens, der Kunst – eine der schönsten Städte der Welt. Und ich fand es nicht so toll, dort zu wohnen? Die Stadt war mir damals oftmals einfach zu groß, zu laut, zu dreckig, zu anonym. Alles und jeder war weit entfernt,nur mit den vollgestopften Metros zu erreichen. Ich habe damals etwas gebraucht, um zu begreifen, wie viel Glück ich eigentlich habe, eine Zeit lang in Paris wohnen zu dürfen und um die schönen Seiten dieser tollen Stadt zu genießen. Paris ist eine Stadt mit einem ausgeprägtem Charakter. Es gibt für mich nur wenige Städte, die so viel Charakter haben. Den von Paris würde ich wie folgt beschreiben: anmutig, stolz und arrogant. Und das soll gar nicht negativ klingen. Ich liebe Städte mit Charakter und den von Paris finde ich sehr spannend! Ich bin immer wieder gerne in Paris und ganz ehrlich, als Tourist gefällt sie mir auch noch um einiges besser als Bewohner.

Und deshalb habe ich mir gedacht: auf geht’s mal wieder nach Paris! Aber nur für einen Tag! Und das auch nur ausgestattet mit einem Stadtplan, einer Liste mit meinen 10 Lieblingsorten und meiner Polaroidkamera mit 10 Fotos!

Als ich am Gare de l’Est austieg, habe ich sofort gemerkt, dass ich mich schon fast heimisch fühle. Verrückt eigentlich, ist es doch schon mehrere Jahre her, dass ich hier gewohnt habe und auch mein letzter Ausflug liegt schon einen Moment zurück. Trotzdem hat es sich total normal angefühlt, mir meine Metro Tickets zu holen und ab in die Welten der Pariser Metro zu tauchen. Den Geruch der Pariser Metro würde ich glaube ich mit verschlossenen Augen wieder erkennen und auch so hat dieses unterirdische Bahnsystem etwas Faszinierendes. Man läuft teilweise meterlang, hoch, runter, um die Ecke, dann wieder hoch, runter, Musik von Metro-Musikanten strömt durch die Gänge, Plakate informieren darüber, was überirdisch so in der pulsierenden Stadt abgeht. Ich finde Metro fahren in Paris teilweise durchaus anstrengend, aber gleichzeitig aufregend – es gehört einfach zu Paris dazu wie der Eiffelturm oder frische Croissants.

Ich bin also mit der Metro auf direktem Wege zu meinem Hotel „Des Pyrénées“, das sich direkt gegenüber der Metro Station Pyrénées befinet. Das Hotel war für eine Nacht völlig ok, aber viel länger hätte ich glaube ich hier nicht verbringen wollen. Aber es ging ja nicht um einen tollen Hotelaufenthalt sondern darum, meine Lieblingsorte zu besuchen. In dem Hotel gab es wie vermutlich in jedem Hotel kostenlose Stadt- und Metropläne!

Und damit ging es am nächsten Tag früh morgens los!

Zunächst bin von meinem Hotel zur Metro Station Jaurès spaziert. Bei Jaurès habe ich damals gewohnt und ich wollte das Gebäude sehen, in dem ich damals gewohnt habe, die Bäckerei, in der ich mir immer ein halbes Baguette geholt habe oder die Straßen, die ich hoch und runter gelaufen bin. Das war auch der Ort, an dem mich die erste Nostalgie-Welle erreichte. Ich verbinde viele Gefühle, Bilder und Momente mit diesem Ort, genauso wie mit all denen, die ich an dem Tag besucht habe. Da gehört etwas Nostalgie einfach mit dazu.

Von Jaurès aus hat dann meine 10-Lieblingsorte-Tour gestartet:

  1. Café des deux moulins

Das Café ist aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Du kennst den Film nicht? Dann solltest du ihn dir auf deine „To-watch-Liste“ setzen – er ist ein Klassiker, berührend, anders, etwas verrückt und vor allem schön. In dem Café fühlt man sich, als wäre man mitten drin im Film, als würde einen Amélie gleich bedienen. Im Café hängen Bilder aus dem Film, Requisiten sind ausgestellt. Ich war hier vor vielen Jahren mit meinem Mann, als er mich in Paris besucht hat. Wir mögen beide den Film gerne, weshalb wir unbedingt das Café finden wollten. Ich erinnere mich an einen leckeren Eiscafé, Schmetterlinge im Bauch und ein schönes Foto von uns, das dort entstanden ist. All diese Erinnerungen machen das Café zu einem meiner 10 Lieblingsorte. Dieses Mal war ich hier zum Frühstück und neben meinem Kaffee, dem frisch gespressten Orangenaft, dem Omelette & Baguette gab es ein sagenhaft leckeres Croissants. Ich saß hier und habe die Leute beobachtet, die an der Theke saßen und vor der Arbeit noch auf einen Espresso und Klatsch & Tratsch aus dem Viertel vorbeikamen oder ihre Zeitung lasen. Es war ein toller Start in den Tag!

Und das, obwohl ich etwas Probleme mit meiner Polaroidkamera hatte. Ich hatte für Paris extra einen schwarz-weiß Film gekauft, aber als ich mein erstes Foto machen wollte, kam das Foto leider nicht raus, sondern verklemmte in der Kamera. Die Kamera hält leider nur noch mit viel Klebeband, aber eigentlich hat sie immer noch gut funktioniert. Gut, ich habe also den Film (zum Glück hatte ich noch zweiten, wenn auch einen Farbfilm dabei) eingelegt und alles wieder gut zugeklebt. Nach dem Frühstück habe ich also noch einen Versuch gestartet – diesmal kam auch ein Foto raus, wenn auch leicht überbelichtet. Ich war kurz etwas enttäuscht. Ich wollte mit den 10 Polaroidfotos eine Collage basteln, aber schnell habe ich mich an ein Zitat aus dem Buch „Und nebenan warten die Sterne“ erinnert: Unterscheide immer das, was wichtig ist von dem, was wirklich zählt. Es war nicht wichtig, ob ich die Fotos mit der Polaroidkamera oder mit dem Handy mache. Es  zählte, dass ich bei strahlend blauem Himmeln im Paris war. Somit habe ich die schwarz-weiß Fotos einfach mit dem Handy gemacht. Ich zeige euch hier immer beide.

Café des deux moulins

Wegbeschreibung zum Café des deux moulins

Metro Station: Blanche, Linie 2

Wenn du aus der Metro raus kommst einfach auf der anderen Straßenseite die Rue Lepic hoch laufen. Das Café ist auf mittlerer Höhe auf der linken Seite.

Frühstück: Café/Crème/Kakao oder Tee, frischer Orangensaft, Croissant & Baguette mit Butter und Marmelade/Honig sowie eine Eierspeise für 12€

Weitere Infos unter: http://cafedesdeuxmoulins.fr

  1. Der Ausblick auf die Stadt von der Sacré Coeur aus

Von dem Café aus bin ich durch Montmarte geschlendert, bis ich zu einer Seilbahn kam, mit der man hoch zum Sacré Coeur fahren kann. Hierfür braucht man lediglich ein Metroticket. Es war noch früh morgens, gegen 9:15 Uhr etwa und kaum was los. Die Stadt wachte gerade auf und auf Paris lag noch der Morgennebel. Man hat von hier oben einen wunderschönen Blick auf die gesamte Stadt, man sieht die Türme von Notre-Dame, den Turm Montparnasse, die sternenförmige Aufteilung der Stadt und so viel mehr. Ich mag diesen Ausblick von hier oben, die Stadt liegt einem quasi vor den Füßen. Natürlich ist auch die Kathedrale Sacré Coeur selbst total schön. Da so wenig los war, bin ich auch noch reingegangen. Der Eintritt ist frei und es bedaf keiner Tickets.

Danach habe ich dann noch die Sonnenstrahlen und den schönen Ausblick genossen und bin über die Treppen wieder runtergelaufen. Immer wieder bin ich stehen geblieben und habe hochgeschaut – die Kathedrale hat im blauem Himmeln richtig gestrahlt. Am Fuße des Sacré Coeur befindet sich ein altes Karussel, das durch die Sonnenstrahlen richtig toll nostalgisch aussah.

Wegbeschreibung zum Ausblick auf die Stadt von der Sacré Coeur aus

Vom Café aus über die Rue Lepic und Rue Gabrielle zur Seilbahn, „Metro Station“ Funiculaire de Montmatre.

Fahrt mit normalen Metroticket möglich

  1. Rue de Steinkerque und der tollster Keksladen Frankreichs

Wenn man von der Sacré Coeur aus runterläuft, vorbei am nostalgischem Karussel kommt man direkt in die Rue de Steinkerque. Eine kleine Straße, in der es viele Souvenirläden und meinen Lieblingskeksladen gibt. Ich war in dieser kleinen Straße schon so oft. Ich habe damals nicht weit von hier gewohnt und auch mit Menschen, die mich besucht haben, war ich immer hier. Diese kleine Sraße darf nich fehlen. Ich mag sie so gerne, weil man zum einen einen so schönen Blick auf das Karussel und die Sacré Coeur hat und zum anderen, weil die Straße so viel Flair hat. Und in der Straße gibt es tolle Läden. Ich habe hier este Weihnachtsgeschenke gekauft und war natürlich in meinem Lieblingskeksladen: La Cure Gourmand. Sicherlich nicht die gesündesten Kekse, auch nicht die günstigsten, aber der Laden ist in jedem Fall ein Besuch wert und diese Kekse kann ich dir ganz besonders empfehlen, wenn du Kekse liebst, die förmlich auseinanderfallen: Mantecaos Chocolat und Mantecaos Citron – ein Gedicht. Jeder Biss ist ein Glücksmoment für sich. In dem Laden gibt es noch viele weitere Leckereien und alles sieht so schön nostalgisch aus. Es gibt in der Straße aber auch noch einen anderen tollen Laden und zwar „Yi“. Hier findest du Kekse, Schokolade, Macarons u.v.m. Ich mag den Laden auch, weil er immer riesen Schokofiguren ausstellt, diesman die Notre-Dame mit 58kg, 210h Arbeitsstunden, 110 cm und 140 cm lang!

Rue de Steinkerque

Wegbeschreibung zur Rue de Steinkerque und der tollster Keksladen Frankreichs

Die kleine Straße direkt von der Sacré Coeur kommend. Wenn man von unten komm, ist die Straße direkt bei der Metro Station Anvers, Linie 2.

  1. Opéra

Weiter ging es zur Opéra. Ich bin aus der Metro gekommen und blickte direkt auf dieses schöne Gebäude. Die Sonne strahlte auf die goldenen Satuen und im Hintergrund sah man die Luxuseinkäufer Galaries Lafayette und Printemps. Auf meinem Foto sieht man die Opéra sowie die Werbung für die Galeries Lafayette – genau das, was ich an diesem Ort am Tollsten finde. Ich mag die Opéra und diesen ganzen Ort, den Flair, die Straßenmusiker und die Bistros. Es ist ein belebter Ort und das Zentrum bildet die Opéra. Nachdem ich den Moment und den Ausbick genossen habe, bin ich an der Opéra vorbei und in die Galerie Lafayette rein. Auch wenn man nicht plant, sich hier etwas zu kaufen, lohnt es sich, mal reinzuschauen. Das Gebäude ist von innen einfach total schön. Durch die Kosmetikstände der einzelnen großen Marken gelangt man zur Mitte des Kaufhauses, von wo man einen tollen Blick auf die einzelnen Etagen mit stuckbeschmückten kleinen Balkonen hat. Durch die blaue Kuppel kam das Sonnenlicht und vom Boden bis zur Kuppel waren unzählige Luftballons in allen möglichen Formen aneinandergereiht – Brezeln, Macarons, Sterne und Lollis. Ein buntes Bild, was so sehr zu diesem Kaufhaus passt. Extravaganz trifft es wohl ganz gut. Reinschauen lohnt sich in jedem Fall.

Opéra

Wegbeschreibung zur Opéra

Metro Station Opéra, Linien 7, 8 und 9.

Weg von Anvers: ein paar Meter zur nächsten Metrostation Pigalle laufen (zwischen Anvers und Blanche). Von hier aus Linie 12 (Richtung Mairie Issy) bis Madeleine und umsteigen in Linie 8 (Richtung Pointe du Lac) bis Opéra.

  1. Bistro Arthur

Mein nächstes Ziel war das Bistro Arthur. Es befindet sich ganz in der Nähe von dem Büro, in dem ich damals mein Praktikum gemacht habe. Mindestens einmal die Woche bin ich mit meinen Kollegen zu Arthur gegangen und jedes Mal habe ich mich so sehr auf die frische warme Suppe, die leckere Tarte und das süße Dessert gefreut. Ganz ehrlich, es gab hier immer die beste Suppe und die beste Tarte – so frisch, so lecker, so sättigend. Jedes Mal, wenn ich in Paris bin, komme ich hierher. Immer hatte ich etwas Pech. Das erste Mal gab es keine Tarte mehr, das zweite Mal gab es nur Gazpacho statt warmer Suppe und das dritte Mal…ja, das dritte Mal gab es leider nichts. Arthur war zu. Ich war enttäuscht. Meine Aufregung stieg schon, als ich aus der Metro rauskam. Ich erinnerte mich sofort daran, wie es war, als ich zum Vorstellungsgspräch das erste Mal hier aus der Metro rauskam und die Straße lang lief. Ich war damals so aufgeregt. Und diesmal war ich es auch. Freute ich mich doch so auf das leckere Essen. Und dann war das Bistro geschlossen. Ich weiß leider nicht, ob es nur an dem Tag zu war oder ob/wann es wieder öffnet. Ich spähte rein, alles sah noch genauso aus, wie damals. Ich konnte förmlich den Geruch der Leckereien riechen und die heiteren Gespräche dieses sonst belebten Ortes hören. Und dann entschied ich mich dafür, den Besitzern des Bistros eine kleine Nachricht zu hinterlassen. Diese schob ich unter der Tür durch, machte mein Fotos und ging weiter. Der Abstecher hier her hatte sich dennoch gelohnt, denn ich kam auch vorbei an dem Bürogebäude, mit dem ich so viele Erinnerungen verbinde. Ich holte mir noch einen Salat aus der Salatbar, die es an gleicher Stelle schon vor vielen Jahren gab und machte mich auf den Weg zu meinem nächsten Stop.

Wegbeschreibung zum Bistro Arthur

Rue de Madrid; Metro Station Europe, Linie 3

Von Opéra aus mit der Linie 3 (Richtung Pont de Levallois) bis Europe

  1. Louvre

Viele verbinden das Loure nur mir der Mona Lisa. Ich verbinde mit dem Loure vor allem den unglaublichen schönen Platz rund um das Museum selbst und die Atmosphäre. Ich mag diesen Ort so gerne, dass ich früher oftmals nach der Arbeit hier her kam und hier entlang spazierte oder in das Louvre ging. Ich hatte Glück, noch jung zu sein und umsonst reinzukommen, was toll ist, denn so konnte ich mir jedes Mal einen anderen Teil des riesigen Museums anschauen. Ich mochte es besonders, im Museum zu sein, wenn es draußen schon dunkel war. Das hat dem Ganzen eine ganz besonder Stimmung verliehen. Dieses Mal war ich aber nicht im Louvre selbst, sondern habe mich vor der berühmten Glaspyramide hingesetzt und den Moment genossen. Das Museum ist im Hof des Palais Royal mit seinen schönen alten Fassaden. Man sieht von weitem die Eiffeturmspitze sowie den Arc de Triomphe du Carrousel, hinter dem der Jardin des Tuileries beginnt. Ich habe für mein Foto einen Blickwinkel ausgesucht, in dem ich die Louvre Pyramide, die Spitze des Eiffelturms und den Arc de Triomphe sehe – perfekt. Ich bin nur bis zum Arc de Triomphe du Carrousel gelaufen und nicht noch weiter rein in den Park, weil ich noch einen anderen Park auf meiner Liste hatte, aber ansonsten lohnt sich auf jeden Fall auch ein Spaziergang durch den Jardin de Tuileries.

Louvre

Wegbeschreibung zum Louvre

Metro Station Palais Royal Musée du Louvre, Linie 1 und 7

Von Europe aus mit der Linie 3 (Richtung Galleni) bis Opéra und dann mit der Linie 7 (Richtung Villejuif) bis Palais Royal Musée du Louvre

Nützliches zum Louvre: Von März bis Oktober ist an jedem ersten Sonntag im Monat der Eintritt frei // Mittwoch & Freitag hat das Museum bis um 22 Uhr geöffnet // 15 € Eintritt // Europäische Jugendliche zwischen 18 und 25J umsonst // Unter 18J jeder umsonst

Mehr Infos unter http://www.louvre.fr/

  1. Eiffelturm

Der Eiffelturm begleitet einen, wenn man durch Paris spaziert. Immer wieder sieht man seine Spitze irgendwo hervorschauen. Nicht umsonst ist er das Wahrzeichen der Stadt. Natürlich durfte er auf meiner Tour nicht fehlen. Aber nicht nur, weil er zur Stadt dazu gehört, sondern viel mehr weil ich ihn faszinierend finde. Der Eiffelturm strahlt für mich so viel des Charakters der Stadt aus, den ich weiter oben erwähnt habe: anmutig, stolz und arrogant. Insbesondere anmutig und stolz trifft es beim Eiffelturm besonders gut. Den wohl schönsten Ausblick hat man von Trocadéro aus. Und ich liebe jedes einzelne Mal den Moment, wenn man aus der Metro Station kommt, ein paar Schritte läuft und auf einmal auf der linken Seite der riesige Eiffelturm in seiner ganzen Pracht auftaucht. Jedes Mal wieder ein Glücksmoment. Ich mag es, hier oben zu stehen, mir den Eiffelturm anzuschauen, den Straßenmusikern zuzuhören und den Moment zu genießen. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint – das Wetter könnte nicht besser sein. Von hier oben mache ich mein nächstes Foto. Der Eiffelturm in seiner ganzen Schönheit. Von hier oben bin ich dann über die Seitentreppen hinunter bis zum Eiffeturm selbst. Auch von nah sehr beeindruckent, weil man von unten die ganze Architektur erst so richtig sieht. Früher konnte man sich bis genau unter den Eiffelturm stellen. Heutzutage ist der Bereich rund um den Eiffelturm abgesperrt und man kommt nur mit Tickets rein. Vermutlich den zurückliegenden Terroranschlägen geschuldet.

Ich bin also einmal um den Eiffelturm herum gelaufen, ihn immer im Blick und auf dem Weg zu meinem nächsten Stop.

Eiffelturm

Wegbeschreibung zum Eiffelturm

Metro Station Trocadéro, Linie 6 & 9

Von dem Louvre aus mit der Linie 1 (Richtung La Defense) bis Franklin Roosevelt und dann mit der Linie 9 (Richtung Pont de Sèvres) bis Trocadéro.

Nützliches zum Eiffelturm: bis ganz nach oben: Erwachsene zahlen 25€, zwischen 12-24J nur 12,50€ und reduziert nur 6,30€ // Tickets am besten online holen

Mehr Infos unter http://www.toureiffel.paris/

  1. Jardin du Luxembourg

Einer der Orte, auf die ich mich ganz besonders gefreut habe, war der Jardin de Luxembourg. Besonders bei diesem tollen Herbstwetter habe ich mich auf die schönen Farbe der Bäume gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht, der Park mit seinen Statuen, dem kleinen Wasserbecken und dem weitläufigen Spaziermöglichkeiten ist jedes Mal wieder einfach nur schön. Bei dem tollen Wetter war auch einiges los. Die Leute kommen hierher, um zu lesen, zu essen, zu spazieren oder einfach nur um zu entspannen. Besonders praktisch sind die Stühle, die überall stehen und die man sich so hinstellen kann, wie es einem am besten passt. Auf meinem Foto habe ich den Blick auf die Besonderheiten des Parkes ausgesucht: die Stühle, die Stauen, die großen Steinvasen mit Blumen und die großen Bäume. Ich bin eine Runde durch den Park gedreht, habe mir die Sonne ins Gesicht strahlen lassen und die Menschen beobachtet. Genau wie sie habe ich diese Ruhe genossen, die der Park nicht nur mitten in der Großstadt bietet, sondern die er auch ausstrahlt. Der Jardin du Luxembourg ist nicht nur einer meiner Lieblingsorte in Paris, sondern auch einer der schönsten Parkanlagen, die ich kenne. Er sollte bei keinem Paris Aufenthalt fehlen!

Jardin du Luxembourg

Wegbeschreibung zum Jardin du Luxembourg

Verschiedene Metro oder auch RER Stationen möglich, z.B. Station Rennes, Linie 12 oder Odéon, Linie 4

Von Trocadéro (beim Eiffelturm oben) oder Champs de Mars (beim Eiffelturm unten) mit der Linie 6 (Richtung Nation) bis Pasteur un dann mit der Linie 12 (Richtung Aubervilliers) bis Rennes.

Von der Station Rennes aus in die Rue Vaugirard und immer gerade aus bis zum Parkeingang.

  1. Seine Ufer

Die Seine fließt durch ganz Paris und natürlich kann man an verschiedenen Stellen an der Seine entlang laufen. Es gibt aber einen Ort, an dem ich besonders gerne spazieren gehe. Und zwar bei der Notre-Dame, meinem letzten Lieblingsort. Ich bin von der Notre-Dame aus an der Seine entlang, vorbei an den kleinen charmanten grünen Holzbuden. Diese machen für mich das Besondere hier aus. Manche Buden sind schon zu, viele andere aber noch auf. Hier werden Gemälde, alte Zeitschriften, Postkarten und vieles mehr verkauft. Viele Antiquitäten sind dabei. Ich mag den Flair, der durch diese Verkaufsbuden entsteht. Ich lief noch ein Stück weiter, bis ich vorbei am Institut de France zur Brücke Pont des Arts kam. Der Sonnenuntergang ist nicht mehr weit entfernt und das Licht ist schon unheimlich schön. Ich ging etwas weiter auf die Brücke und sah wieder die Spitze des Eiffelturms. Ich habe ja gesagt, der Eiffelturm begleitet einen stets auf seinem Weg durch Paris. Auf meinem Weg zurück Richtung Notre-Dame mache ich mein vorletztes Fotos: eine Bude, die Seine und ein Teil der Notre-Dame. Weiter geht’s zur Kathedrale selbst.

Seine Ufer

Wegbeschreibung zum Seine Ufer

Metro Station St. Michel, Linie 4

Vom Jardin du Luxembourg raus: in unmittelbarer Nähe zur Station Rennes befindet sich die Station Saint Placide. Von hier aus mit der Linie 4 (Richtung Porte de Clignacourt) bis St. Michel.

  1. Notre-Dame

Die Notre-Dame ist eines der Gebäude, das mich einfach fasziniert und deshalb auch auf jeden Fall zu meinen Lieblingsorten gehört. Es gibt so viele Details zu entdecken und wenn man einmal um die Kathedrale entlang läuft, merkt man erst, wie groß sie ist. Schnell habe ich noch ein Foto von der Vorderseite der Kathedrale gemacht, bis es dunkel wurde und die Kathedrale noch in einem schönen Licht erstrahlte. Die Kathedrale und das Seine Ufer sind meine Highlights in diesem Teil der Stadt. Aber es lohnt sich auch, über die Straße reins ins Quartier de Latin zu gehen, wo es Souvenirshops und unzählige Restaurants mit guten Angeboten gibt. Ich bin hier noch ins „Chez Suzette“, einer kleinen Creperie gegangen. Der Crêpe mit Parmaschinken, Ziegenkäse, Walnüssen und Honig war wirklich sehr gut. Zufrieden, glücklich und müde bin ich von hier aus wieder zurück zum Gare de l’Est, wo meine Paristour geendet hat.

Notre Dame

Wegbeschreibung zur Notre-Dame

Siehe Seine Ufer. Von hier bis zum Gare de l’Est mit der Linie 4 (Richtung Porte de Clignacourt) bis Gare de l’Est.

Nützliches zur Notre-Dame: Der Eintritt ist umsonst // Besichtigung der Türme kostet 10€ und man muss sich ein Zeitfenster hierfür buchen

Mehr Infos unter www.notredamedeparis.fr

Meine Route auf einem Blick
  1. Café des deux moulins: Metro Station: Blanche, Linie 2
  2. Ausblick auf die Stadt von der Sacré Coeur aus: Vom Café aus über die Rue Lepic und Rue Gabrielle zur Seilbahn, „Metro Station“ Funiculaire de Montmatre.
  3. Rue de Steinkerque und der tollste Keksladen Frankreichs: Die kleine Straße direkt von der Sacré Coeur kommend. Wenn man von unten komm, beginnt die Straße direkt bei der Metro Station Anvers, Linie 2.
  4. Opéra: Weg von Anvers: ein paar Meter zur nächsten Metrostation Pigalle laufen (zwischen Anvers und Blanche). Von hier aus Linie 12 (Richtung Mairie Issy) bis Madeleine und umsteigen in Linie 8 (Richtung Pointe du Lac) bis Opéra
  5. Bistro Arthur – nicht sicher, ob noch geöffnet, daher überspringe ich das hier
  6. Louvre: Von Opéra aus mit Linie 7 (Richtung Villejuif) bis Palais Royal Musée du Louvre
  7. Eiffelturm: Von dem Louvre aus mit der Linie 1 (Richtung La Defense) bis Franklin Roosevelt und dann mit der Linie 9 (Richtung Pont de Sèvres) bis Trocadéro.
  8. Jardin du Luxembourg: Von Trocadéro (beim Eiffelturm oben) oder Champs de Mars (beim Eiffelturm unten) mit der Linie 6 (Richtung Nation) bis Pasteur un dann mit der Linie 12 (Richtung Aubervilliers) bis Rennes.
  9. Seine Ufer: Vom Jardin du Luxembourg raus: in unmittelbarer Nähe zur Station Rennes befindet sich die Station Saint Placide. Von hier aus mit der Linie 4 (Richtung Porte de Clignacourt) bis St. Michel.
  10. Notre-Dame: Bei St. Michel

Von hier bis zum Gare de l’Est mit der Linie 4 (Richtung Porte de Clignacourt).

Ich war bei dieser Tour rund 10,5 Stunden unterwegs. In der Zeit ist auch das Frühstück, Mittag- und Abendessen drin. Ich habe vom Bahnhof zum Hotel und nach meiner Tour zurück zum Bahnhof genau 10 Metrotickets gebraucht. In Paris gibt es keine Tageskarten, sondern nur 3-Tageskarten oder Pakete, wie z.B. das 10er Paket für aktuell 14,90€.

Ich habe meine Route so geplant, dass ich schnell von A nach B komme und daher eignet sich diese Tour hervorragend für einen Tag – zumindest wenn man früh aufsteht. Natürlich kann man die Tour auch in einen längeren Paris Aufenthalt integrieren und sie auf verschiedene Tage aufteilen, um jeweils mehr Zeit an den Orten zu haben. Bei meinen Lieblingsorten sind viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten schon dabei. Es gibt darüber hinaus noch einiges mehr zu sehen in Paris, was man mit meiner Route gut verbinden kann. Vielleicht hilft sie dir ja bei der Planung deines Paris Aufenthalts und du findest deine Lieblingsorte!

1 Tag in Paris – was nehme ich mit?

Der Tag in Paris war schön, aufregend und ewas nostalgisch. Es hat Spaß gemacht, sich im Vorfeld zu überlegen, was eigentlich meine Lieblingsorte sind und dann die Route zu planen. Auf meinem Weg durch die Stadt wurde ich von vielen Erinnerungen begleitet. Was mir auch besonders gefallen hat, war das Fotografieren meiner Lieblingsorte. Dadurch, dass ich immer nur ein Foto gemacht habe, musste ich mir genau überlegen, welchen Blickwinkel ich am schönsten finde und mich dann beim Fotografieren konzentrieren. Es ist auch eine gute Möglichkeit, achtsam zu sein. Nicht nur, dass man sich den Ort ganz genau anschaut, um den schönsten Blickwinkel zu finden, sondern auch die Tatsache, dass man nicht hunderte verschiedene Fotos macht, sondern ganz bewusst nur eins, hilft dabei, den Moment intensiver wahrzunehmen. Es gab auch Momente, in denen ich etwas Schönes gesehen habe und gerne ein weiteres Foto gemacht hätte und so habe ich mir die Sachen viel bewusster und genauer angeschaut, um sie mir einzuprägen – auch ohne Foto! Und dadurch, dass ich nur einen einzigen Tag hatte, habe ich die Momente noch intensiver genossen, weil ich wusste, dass ich am Abend schon wieder fahre.

Der Ausfug nach Paris war also nicht nur richtig schön, sondern ich habe auch gelernt, noch bewusster und aufmerksamer zu reisen, um die Glücksmomente, die man erlebt, noch deutlicher wahrzunehmen und zu genießen!

Probier es doch auch einmal aus: spaziere aufmerksam und bewusst durch die Straßen, mache weniger Fotos & schaue mehr, was du alles siehst. Es lohnt sich!

Hinweis: Dieser Post enthält unbezahlte Werbung. Von den erwähnten Unternehmen, Hotels, Fluggesellschaften, Restaurants etc. wurden mir keinerlei Leistungen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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  1. rebi says:

    Hach, da krieg ich auch wieder Lust… <3

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